ZOB-Neubau und Kommunikationspolitik der Stadt: Die Fassade bröckelt!

04.07.2019

Mittlerweile ist es nach HörnBad und Holsten-Fleet schon Tradition, dass die Kommunalpolitik von erheblichen, baulichen Mängeln an im Bau befindlichen Gebäuden der Landeshauptstadt Kiel erst aus der Zeitung erfährt, stellt der baupolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der CDU Ratsfraktion, Ratsherr Florian Weigel enttäuscht zu den Baumängeln am Kieler ZOB-Parkhaus fest.

Die Kieler Nachrichten berichten in ihrer heutigen Ausgabe (04.07.2019) von der Verwendung von falschem Mörtel, der die Mauerwerkspfeiler womöglich unsicher macht. 
Die Eröffnung des ZOB ist wegen Bauverzögerungen bislang immer wieder verschoben worden. Der zuletzt geplante Eröffnungstermin zur Kieler Woche konnte nicht eingehalten werden, weil eine Baufirma zuvor abgesprungen war.

Der Oberbürgermeister und auch die Baudezernentin müssen ihre Kommunikationspolitik ändern, damit endlich klar ist, wo es beim ZOB-Neubau noch an Maßnahmen fehlt und welche Probleme angegangen werden, fordert Ratsherr Weigel. Dazu gehört auch, dass der Fall über die angesetzte, nichtöffentliche Sondersitzung des Bau- und Finanzausschusses auch öffentlich diskutiert wird.

Wir erwarten daher, dass die Verwaltung unter "Verschiedenes-Öffentlich" in der heutigen gemeinsamen Sondersitzung darlegt, seit wann die Probleme bekannt sind, welche eigenen Überwachungspflichten die Stadt als Bauherrin und auch als untere Bauaufsichtsbehörde hatte und wie und ob diese umgesetzt wurden, welche Mehrkosten und welcher Zeitverzug zu erwarten sind und wir erwarten eine Antwort auf die Frage, warum dieses bauliche Verfahren gewählt und (ohne gesonderten Hinweis auf damit verbundene Risiken und Mehrkosten) der Selbstverwaltung als umzusetzende Variante vorgeschlagen wurde.