Kita-Bedarfsplanung 2019

17.05.2019

Der Kita-Bedarfsplan 2019 ist ein nächster Schritt für die adäquate Betreuung von Kindern in unserer Stadt, so der sozialpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Jan Wohlfarth.
Darin wird deutlich, dass die Nachfrage insbesondere nach Krippenplätzen gestiegen ist und es - obwohl Kiel seine Quoten erfüllt – noch immer zu langen Wartelisten kommt, weil immer mehr Eltern frühzeitig in ihren Beruf zurückkehren.

Der Bedarfsplan zeigt auch, dass die Erhöhung der Landesanteils an der Kita-Finanzierung der Stadt Kiel mehr Handlungsspielraum erlaubt. Weil das Land SH  auch die Deckelung seiner Zuschüsse aufgibt, kann die Finanzierung der Kita-Plätze bei steigender Nachfrage nach Kita-Plätzen erleichtert werden.

Die CDU-Ratsfraktion warnt aber davor zu fordern, dass die Stadt nur noch ein Drittel der Kita-Kosten trägt. Denn eine Drittel-Finanzierung ist nur zu erreichen, wenn wir unsere Standards abbauen. Kitas leisten neben Bildung aber auch Präventionsarbeit. Für eine Stadt wie Kiel mit einem hohen Anteil an Kinderarmut und SGB-2-Beziehern sind gute Standards einfach zwingend, um den Kindern einen guten Start in die Schule zu ermöglichen.

Während aktuell bei der Kita-Finanzierung auch dank der besseren finanziellen Unterstützung durch das Land keine großen Probleme zu erwarten sind, macht der CDU-Ratsfraktion der Fachkräftemangel große Sorgen. Ein Alptraum wäre es, wenn man z.B. nach dem Bau einer neuen Kita diese nicht eröffnen könnte, weil es kein Fachpersonal gibt. Daher begrüßt die CDU-Ratsfraktion ausdrücklich, dass es auch in Kiel bald eine praxisorientierte Ausbildung geben soll und dass junge Menschen dann eine sozialpädagogische Ausbildung nicht mehr selbst bezahlen müssen.