Grundsätze für städtische Dienstleistungen neu denken

10.09.2019

Personalmangel und weiterhin der höchste Krankenstand in Schleswig-Holsteins städtischen Kommunen lassen nicht hoffen, dass sich die Mängel z.B. bei der Passausgabe oder der Zulassungsstelle in der Landeshauptstadt Kiel ohne akute Gegenmaßnahmen in absehbarer Zeit abstellen lassen, so der personalpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Ratsherr Rainer Kreutz.

Hier wird den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt viel Geduld abverlangt.

Umso ärgerlicher und unverständlicher ist diese seit langem andauernde Situation angesichts der Umstände, dass viel Geld und Personal in Umweltschutz- und Bau-programme gesteckt werden, aber grundlegende Aufgaben der Daseinsvorsorge dabei auf der Strecke bleiben.
Da sind innovative Ideen und das Verlassen ausgetretener Verwaltungspfade ganz besonders gefragt.

Deshalb unterstützt die CDU-Ratsfraktion ausdrücklich die Idee des Personaldezernenten Zierau, die Grundsätze für die Dienstleistungen der Landeshauptstadt neu zu ordnen und zu verbessern.
Das hätte schon viel früher geschehen müssen!

Und wenn die Übertragung städtischer Aufgaben an die Sparkasse eine Lösungsmöglichkeit ist, warum nicht.

Wenn die Post ihre damals ausschließlich von Beamten durchgeführten Brief- und Paketdienste an Kaufleute abgeben konnte, warum kann dann die Stadtverwaltung das Passwesen oder die Zulassungsaufgaben nicht an Bankangestellte abgeben?

Auf lange Sicht sollte sich die Neuordnung städtischer Ämter nicht nur auf den Bereich Bürger- und Ordnungsamt begrenzen.

Die CDU-Ratsfraktion ist auf den weiteren Inhalt des „16-Punkte-Bündels“ von Stadtrat Zierau, das die Verwaltung bürgerfreundlicher machen soll, gespannt und hofft, dass sich nicht zu viele Luftnummern darin befinden, so Ratsherr Kreutz abschließend.